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Erhebungen zur Populationsdynamik der Apfelrostmilbe (Aculus schlechtendali) (Nalepa) und zur Abbundanz und zum Artenspektrum ihrer Gegenspieler in verschiedenen Südtiroler Apfelanlagen (Monitoring)

PF-en-12/1

Im Rahmen des Schwerpunktprojekts „Apfelrostmilbe“ soll durch regelmäßige Beprobungen die Abbundanz von Rostmilbenpopulationen in Praxisanlagen der vier Obstbaubezirke Etschtal, Burggrafenamt, Vinschgau und Brixen erhoben werden. Im Vordergrund der Erhebungen steht die Populationsentwicklung der Rostmilbe in Anlagen und an Sorten in typischen Höhenlagen des Südtiroler Apfelanbaus (Hanglagen, Talsohle über 600 m ü N N), in denen sie häufiger ein Problem darstellt.
Dabei soll überprüft werden ob der Verlauf der Entwicklung der Apfelrostmilbe unter den unterschiedlichen Bedingungen an den verschiedenen Standorten vergleichbar ist oder lokale Gegebenheiten (Tallage, Höhenlage, Sorte und Höhenlage) einen Einfluss auf die Entwicklung bzw. den Verlauf der Entwicklung ausüben.Bei den ausgewählten Flächen handelt es sich u.a. um „Problemanlagen“ d.h. Anlagen in denen in den vergangenen Jahren Befall durch die Apfelrostmilbe beobachtet worden war. Bei den Beprobungen sind neben der Ermittlung der Dichte der Apfelrostmilbe und der Untersuchung der Populationsdynamik auch Untersuchungen zu deren Gegenspieler geplant. Raubmilben werden allgemein als Prädatoren der Rostmilbe beschrieben. Es stellt sich die Frage, welche Raubmilbenarten sich bevorzugt von Rostmilben ernähren. Laut Karg 1994 sind dies z.B. Zetzelia mali (Prostigmata) sowie Euseius finnlandicus (Gammasina), die sich für die Regulierung von A. schlechtendali besonders eignen sollen. Die beiden Arten waren jedoch in den von uns im Rahmen der von Voruntersuchungen beprobten Anlagen selten bzw. konnten sie nicht nachgewiesen werden.Um zu überprüfen, ob es unter den räuberischen Milben auch „Rostmilbenspezialisten“ gibt, wurden seit Jahresbeginn in Problemanlagen und in so genannten Referenzanlagen Abbundanz und Artenspektrum der räuberischen Milben erhoben. Referenzanlagen sind Anlagen in denen, in den letzten Jahren kein Rostmilbenbefall aufgetreten ist, die also als „Referenz“ für die typische Dichte bzw. dem Artenspektrum der räuberischen Milben in einem Gebiet dienen sollen. Über den Vergleich von Problemanlagen (mit Rostmilbenbefall) und Referenzanlagen (ohne Rostmilbenbefall) soll nun untersucht werden ob Raubmilben bzw. welche Raubmilbenarten bei der Regulierung der Rostmilbenpopulationen eine Rolle spielen können. 
Zusammenarbeit: Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau, Mittelprüfung ObstbauDauer: 2 JahreProjektleiter: Manfred Wolf


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