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Untersuchung zur grobtropfigen Applikation mit Injektordüsen

PF-mo-10/1

Im Südtiroler Obstbau ist die Albuz ATR Düse die meist eingesetzte Düse. Es handelt sich dabei um eine Hohlkegeldüse aus kunstoffummantelter Keramik, wobei mit den verschiedenen Typen von ATR weiß (0,38 L Durchflussmenge / min) bis ATR blau (3,4 L / min) sich Brüheaufwandmengen von 100 bis 2000 Liter pro ha ausbringen lassen. Die Albuz ATR Düse hat ein gleichmäßiges, relativ feines Tropfenspektrum. Der Feintropfenanteil (Tropfen unter 100 μm) kann bei Albuz ATR über 20 % Volumenanteil ausmachen. Mit einem hohen Anteil an feinen Tropfen garantiert die Düse einen hohen Bedeckungsgrad der behandelten Pflanzenoberfläche. Der Nachteil der kleinen Tropfen ist die hohe Driftanfälligkeit, d. h. dass sie mit Wind und Thermik sehr weit verfrachtet werden können. In der Nachfolgeverordnung der EU-Richtlinie 91/414, welche 2009 von der EU beschlossen wurde, hat der Schutz der Oberflächengewässer und der Nicht - Zielflächen vor Abdrift von Pflanzenschutzmittel höchste Priorität.

Injektordüsen haben ein Tropfenspektrum, wo der Feintropfenanteil unter 2 % ausmacht. Dies hat zur Folge, dass die Abdrift deutlich reduziert ist. In dem Projekt sollten Injektordüsen im Vergleich zu den Standarddüsen Albuz ATR geprüft werden, und zwar hinsichtlich Belagsparametern (Wirkstoffanlagerung auf der Pflanzenoberfläche in ng / cm², Bedeckungsgrad in % bedeckter Pflanzenoberfläche) und biologischer Wirksamkeit. Hierbei gilt es unterschiedliche Pflanzenschutzmittel (Kontaktmittel, systemische Mittel, Mittel mit Tiefenwirkung) auf unterschiedliche Pathogene (Pilze, Insekten, Milben) zu testen, wobei jeweils der gleiche Wirkstoff mit dem gleichen Aufwand pro ha und der gleichen Brühemenge pro ha mit den unterschiedlichen Düsen (Albuz ATR und Injektordüsen) ausgebracht wird. Zudem gilt es bei den Injektordüsen abzuklären, welche Brüheaufwandmengen pro ha appliziert werden können, bzw. ob Hohlkegel – oder Flachstrahldüsen zu bevorzugen sind. Weitere Aspekte der Untersuchungen sind Pflanzenverträglichkeit und Spritzfleckenbildung besonders in der Vorernte.

Zusammenarbeit:    Rückstandslabor, Phytopathologie

Dauer:                  3 Jahre

Projektleiter:          Werner Rizzolli


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