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LAGREIN – LAGen, REben, Inhaltsstoffe

LQ-am-12-3

Die autochthone Rebsorte Lagrein stellt mit über 400 ha Anbaufläche und als zweithäufigste Rotweinsorte Südtirols einen wichtigen Faktor in der heimischen Weinwirtschaft dar. Wenig ist bisher bekannt über die Inhaltsstoffe dieser Rebsorte und des daraus gewonnenen Weins, der sich in seiner höchsten Qualität durch einen intensiv rubinroten Farbton und samtige Gerbstoffe auszeichnet. Bittere und astringierende Töne des Lagreins sind jedoch immer noch ein häufig auftretendes Problem, für welches bisher noch keine Lösungsansätze gefunden werden konnten. Derzeit sind weder die ausschlaggebenden agronomischen Maßnahmen noch die dadurch beeinflussten chemischen Inhaltsstoffe bekannt, welche die Qualität und Typizität des Lagrein beeinflussen. Den ersten Teil des Projekts bildet die Erhebung von agronomischen und klimatischen Daten in ausgewählten Lagrein-Rebflächen in verschiedenen Lagen (besonders geeignete und wenig geeignete). Mikrovinifizierter Wein aus diesen Lagen wird chemisch-analytisch sowie sensorisch untersucht. Dies ermöglicht eine Bestimmung der agronomischen Maßnahmen, welche die Typizität und die Qualität des Lagreins beeinflussen. Ein weiteres Ziel dieses Projekts ist die Valorisierung dieser autochthonen Rebsorte durch detaillierte Identifikation von Inhaltsstoffen (Biomarkern), welche die Typizität und Qualität des Weines Lagrein beschreiben. Gemessen werden dazu chemische Parameter wie Minerale, organische Säuren, Zucker und Polyphenole in Trauben und mikrovinifizierten Versuchsweinen, in welchem auch zusätzlich Aromastoffe gemessen werden. Die gemessenen Qualitätsparameter werden mit der sensorischen Bewertung des Weins durch ein speziell geschultes Verkosterpanel korrelliert.

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