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Versuchszentrum Laimburg: Vortrag zum Thema Bienengesundheit

Am Mittwoch, 06.03.2019, referiert der Leiter des Instituts für Bienenschutz am Julius-Kühn-Institut (Deutschland) Jens Pistorius, am Versuchszentrum Laimburg über die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Bienengesundheit.

Bienen auf einer Pollenwabe © Versuchszentrum Laimburg

Im Pflanzenschutz können verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Wirkstoffen in Tankmischungen eingesetzt werden. Bestimmte Kombinationen von Insektiziden und Fungiziden können zu synergistischen Effekten führen. Das bedeutet, dass eigentlich bienenungefährliche Pflanzenschutzmittel durch die Kombination mit bestimmten Fungiziden plötzlich eine Gefahr für die Bienengesundheit darstellen können. Um diese Problematik geht es im Vortrag des Bienenexperten Jens Pistorius vom Julius-Kühn-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen. Pistorius zeigt den aktuellen Kenntnisstand auf, informiert über neue Erkenntnisse aus aktuellen Risikobewertungsverfahren, differenziert kritische und unkritische Kombinationen und zeigt Möglichkeiten sowie Maßnahmen für eine bienensichere Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf.

Der Vortrag richtet sich an alle im Umfeld des Südtiroler Imkereiwesens agierende Verbände und Behörden sowie an alle Interessierten.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der „Series of lectures“ statt, einer Veranstaltungsreihe wissenschaftlicher Vorträge aus den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung, die gemeinsam von der Freien Universität Bozen und dem Versuchszentrum Laimburg organisiert wird.

Vortrag:    „Pflanzenschutz: Tankmischungen und Auswirkungen auf Bienen“

Referent: Dr. Jens Pistorius, Julius-Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Deutschland

Wann:       Mittwoch, 06. März 2019, 15:00 Uhr

Wo:          Versuchszentrum Laimburg, Aula Magna

Der Vortrag findet in deutscher Sprache statt. Es ist keine Simultanübersetzung vorgesehen.

Alle Interessierten sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen!

Jens Pistorius, international gefragter Bienenexperte

Dr. Jens Pistorius ist Wissenschaftler und leidenschaftlicher Imker und leitet das Institut für Bienenschutz des Julius-Kühn-Instituts am Standort Braunschweig. Er arbeitet seit vielen Jahren mit Bienen und ist im Bereich Bienenschutz tätig. In seiner Dissertation beschäftigte sich Pistorius mit den Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Honigbiene (Apis mellifera L.). Als ausgewiesener Bienenexperte ist er international sehr gefragt. Im Jahr 2017 wurde er für seine besonderen Verdienste um die Imkerei, die Bienenkunde und verwandte Fachgebiete vom Verein zur Förderung der Bienenkunde der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen APIS e. V. mit der Auszeichnung „Apisticus“ geehrt. „Jens Pistorius erhält diesen Ehrenpreis, weil er es geschafft hat, zwischen deutschen und europäischen Zulassungsbehörden, chemischer Industrie, Prüflaboren, Landwirtschaft und Imkerschaft, seriös, ausgleichend, sachlich und mit Empathie aber nie emotional die mehr als unterschiedlichen Interessen und Zwänge zu meistern und ausgleichend zu wirken“, heißt es in der Ehrenurkunde.

Versuchszentrum Laimburg und Julius-Kühn-Institut: enge Zusammenarbeit

Das Versuchszentrum Laimburg und das Julius-Kühn-Institut (JKI) stehen in engem wissenschaftlichen Austausch. Seit 2013 besteht zwischen den beiden Forschungseinrichtungen eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit. Der langjährige Präsident des JKI, Georg F. Backhaus, stand bis 2018 dem Wissenschaftlichen Beirat des Versuchszentrums Laimburg vor und berät auch heute noch als Mitglied des Beirats dass Versuchszentrum Laimburg in wissenschaftlichen Fragen.

Im Januar 2019 wurde der Direktor des Versuchszentrums Laimburg, Michael Oberhuber, in den wissenschaftlichen Beirat des Julius-Kühn-Instituts berufen.

Das Julius-Kühn-Institut

Das Julius-Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) mit Hauptsitz in Quedlinburg (Deutschland) vereint unter seinem Dach 17 Fachinstitute und forscht u. a. in den Bereichen Pflanzenbau, Züchtung, Pflanzen-, Bienen- und Vorratsschutz sowie der Pflanzengesundheit. Als Forschungsinstitut des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) berät es die Politik. 

Um Bestäuberinsekten in der Agrarlandschaft und im städtischen Umfeld nachhaltig zu schützen und zu fördern, etablierte das Bundeslandwirtschaftsministerium im Jahre 2016 am JKI das Fachinstitut für Bienenschutz. Die Arbeitsgebiete des Instituts umfassen sowohl die Bienenforschung allgemein als auch die Untersuchung von Bienenvergiftungen sowie die Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln im Rahmen laufender Zulassungsverfahren.

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