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Förderung der inneren und äußeren Qualität von Golden Delicious Äpfeln

LM-la-18-2

Die Hektarerträge an Äpfeln haben in Südtirol seit den 50er Jahren enorm zugenommen. Durch die rückläufigen Auszahlungspreise, die signifikanten Kostensteigerungen in der Produktion sowie bei den Betriebs- und Vertriebsaufwendungen konnten die inflationsbereinigten Bruttoerlöse pro Hektar dadurch allerdings nicht gesteigert werden.
Der seit Jahren gesättigte Absatzmarkt, sowie der Wegfall einzelner Märkte wie Russland, haben nun die Verkaufserlöse weiter unter Druck gesetzt.
Nicht zuletzt stellt der stagnierende Apfelkonsum eine große Herausforderung dar, zumal er die Situation in der europäischen Apfelwirtschaft zusätzlich verschärft, so wurde bis 2010 ein Rückgang des Apfel-Verzehrs um 12 % innerhalb von nur 5 Jahren in der EU verzeichnet (Waldner, 2012).
Die Ursachen für sinkende Verkaufszahlen sind zum einen auf das veränderte Konsumentenverhalten zurückzuführen (Hübsch, Obst- und Weinbau), möglicherweise aber auch auf Veränderungen, welche der Apfel als reproduzierbares Massenprodukt mit sich gebracht hat (Böge, 2001).
Insbesondere bei der Sorte Golden Delicious sind heute grüne und kleine Früchte immer schwerer abzusetzen. Zahlreiche Versuche belegen, dass eine spätere Ernte bzw. Lagerbedingungen welche die „Gelbfärbung“ fördern, zu weichen, fad schmeckenden oder gar mehligen Früchten führen. Auch in der Langzeitlagerung ist unter diesen Umständen mit größeren Ausfällen zu rechnen. Es müssten daher die Anbautechniken dahingehend verändert werden, bei einem gegebenen Reifestadium einen gelbere Grundfarbe bei möglichst besserer Essqualität (Festigkeit, Zucker Säure) zu erzeugen.
Versuche an Golden (Philipp Brunner, unveröffentlicht, Comai et al 2005), zeigten beim Vergleich derselben Fruchtgröße verschiedener Herkünfte mit unterschiedlichen Behangdichten nur sehr geringe Zusammenhänge mit der inneren Qualität und der Grundfarbe. Deshalb sollen im vorliegenden Versuch unterschiedliche Behangdichten jeweils in denselben Anlagen eingestellt werden. Bei der Ernte soll weiters ein Vergleich zwischen einmaliger Ernte und zweimaliger Pflücke angestellt werden. Zusätzlich sollen die Auswirkungen eines Belichtungsschnittes vor allem auf die Grundfarbe erhoben werden.

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