Versuchszentrum Laimburg
Labor für Molekularbiologie
Im Labor für Molekularbiologie werden die genetischen Grundlagen für die Züchtung neuer Sorten und für die Entstehung bzw. Vermeidung von Pflanzenkrankheiten, z.B. der Apfeltriebsucht untersucht.
Außerdem bietet das Labor auch den Sortenechtheitsnachweis für Apfel- und Rebsorten sowie Unterlagen an.
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Funktionelle Genomik
In der Arbeitsgruppe Funktionelle Genomik wird untersucht, welche Faktoren pflanzliche Krankheiten beeinflussen. Dazu werden molekularbiologische, biochemische und bioinformatische Methoden genutzt.
Es wird untersucht, wie genetische Information (Genom) mit der tatsächlichen Funktion und dem Erscheinungsbild (Phänotyp) von Organismen zusammenhängt. Die Forschungsthemen beschäftigen sich hauptsächlich mit Pflanzen und Bakterien, die für die Südtiroler Landwirtschaft relevant sind.
Das übergeordnete Ziel ist es, die molekulare Funktion von Genen zu entschlüsseln und zu verstehen, wie Umwelteinflüsse, genetische Variationen und Genregulation zusammenwirken und dadurch phänotypische Merkmale wie Krankheitsanfälligkeit sowie Stress- und Krankheitsresistenz bestimmen.
Die Gruppe arbeitet anwendungsorientiert und erforscht innovative Strategien zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. Konkret stehen folgende Themen im Mittelpunkt:
- Pflanzenkrankheiten und deren Einflussfaktoren: Welche Gene und molekularen Prozesse bestimmen, ob eine Pflanze anfällig oder resistent ist?
- Wirtschaftlich relevante Organismen und Bakterien, die für den Südtiroler Obst- und Weinbau von Bedeutung sind.
Dadurch können Genfunktionen in verschiedenen Spezies (Pflanzen, Bakterien) charakterisiert und die gewonnenen Erkenntnisse letztlich in züchterische oder pflanzenschutzrelevante Empfehlungen übersetzt werden.
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Apfeltriebsucht
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Züchtungsgenomik
Ob Geschmack, Aussehen oder Widerstandskraft gegen Krankheiten: Viele Eigenschaften unserer Nutzpflanzen sind in ihren Erbanlagen festgelegt. Wir erforschen dieses Erbgut, um die Züchtung robuster und hochqualitativer Sorten zu unterstützen und Praxisfragen rund um die Sortenechtheit zu beantworten.
Tätigkeitsbereiche:
- Marker-gestützte Selektion beim Apfel: Mit molekularen Markern prüfen wir schon bei jungen Sämlingen, welche Pflanzen Resistenzen (z. B. gegen Schorf) oder gute Fruchteigenschaften tragen. Das macht den Züchtungsprozess deutlich effizienter.
- Neue Züchtungsmethoden (NBT): Wir erforschen und nutzen innovative molekularbiologische Methoden bei Apfel und Rebe, um Resistenzen zielgerichtet zu stärken und die Anpassung an den Klimawandel zu beschleunigen.
- Sortenechtheitsnachweis: Per DNA-Analyse bestimmen wir zuverlässig die Sorte und die Unterlage von Äpfeln und Reben – etwa bei Unklarheiten in der Anlage oder im Garten.
- Genetische Datenbank: Wir bauen eine umfangreiche Datenbank mit DNA-Profilen für Apfel, Rebe, Birne, Kirsche und Zwetschge auf, um Sorten eindeutig zu bestimmen und genetische Ressourcen zu sichern.
- Forschung zu Apfelallergien: Wir untersuchen das allergene Potenzial verschiedener Apfelsorten, um die Immuntherapie bei Birkenpollenallergie mithilfe von Äpfeln weiterzuentwickeln und zu verbessern.
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Grüne Gentechnik
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