ZeroResidue: Infrastruktur für die vollständige Verwertung von Abfällen aus der Agrarindustrie
Finanzierung: FESR-EFRE Cohesion Italy 21-27 Alto Adige Südtirol, Kofinanziert von der Europäischen Union
Projektdauer: 01.2026 – 12.2028
Budget: 2.909.839,24€ – davon EU-Mittel: 1.163.935,69 €
Offizielle Website: ZeroResidue – Zero Lost. Zero Residue. Everything Transformed.
Ziel des Projekts
Ziel des EU-Projekts „ZeroResidue“ ist es, eine Forschungsinfrastruktur aufzubauen, mit der agroindustrielle Reststoffe möglichst vollständig verwertet werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Nebenprodukte aus der Apfel- und Weinverarbeitung, die mithilfe nachhaltiger Verfahren in bioaktive Extrakte, funktionelle Inhaltsstoffe, Biostimulanzien und Biokraftstoffe umgewandelt werden.
Diese Verfahren werden im Pilotmaßstab entwickelt und können für unterschiedliche Anwendungen, etwa in der Lebensmittelproduktion, Önologie, Kosmetik und Biomedizin charakterisiert und eingesetzt werden. Gleichzeitig soll der verbleibende Biomasseanteil energetisch genutzt werden, um den Kreislauf möglichst vollständig zu schließen.
Die Infrastruktur von „ZeroResidue“ wird anschließend in Form von Dienstleistungen zur Prozessentwicklung und Produktcharakterisierung interessierten Firmen bereitgestellt. Auf diese Weise trägt „ZeroResidue“ dazu bei, Abfälle zu reduzieren, Umweltbelastung zu verringern und neue regionale Wertschöpfungsketten zu fördern.
Methoden
Im Rahmen des Projekts wird am NOI Techpark eine Forschungs- und Experimentierplattform aufgebaut, die innovative Verfahren als eine Art Pilotanlage zur Aufwertung von Reststoffen entwickelt und testet. Mithilfe nachhaltiger Technologien werden bioaktive Inhaltsstoffe aus pflanzlichen Abfällen extrahiert, charakterisiert und für verschiedene Anwendungen untersucht. Dabei arbeiten die Freie Universität Bozen und das Versuchszentrum Laimburg zusammen.
Erwartete Ergebnisse
„ZeroResidue“ soll zeigen, dass agroindustrielle Reststoffe als wertvolle Ressource genutzt werden können. Durch das Projekt entstehen neue Prozesse für eine nachhaltigere Produktion neuer hochwertiger Produkte wie funktionelle Inhaltsstoffe, Extrakte oder Biostimulanzien. Darüber hinaus soll die Infrastruktur als Innovationshub wirken, der Unternehmen den Zugang zu fortschrittlichen Technologien erleichtert, ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit stärkt und neue Investitionen anzieht. Damit können lokale Betriebe ihre Position auf nationalen und internationalen Märkten verbessern, regionale Beschäftigung fördern und aktiv zur Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft beitragen.

Lead Partner

Kontaktperson:
Maria Concetta Tenuta
info@zeroresidue.it
Partner

Kontaktperson:
Alberto Ceccon
alberto.ceccon@laimburg.it