INSTINCT – intelligente Fallen gegen Schädlinge

FESR-EFRE Cohesion Italy 21-27 Alto Adige Südtirol, Co-funded by the European Union
FESR-EFRE Cohesion Italy 21-27 Alto Adige Südtirol, Co-funded by the European Union

Nachhaltiges Management von Schlüsselinsekten der Südtiroler Landwirtschaft mit intelligenten Sensorsystemen und umweltschonenden Bekämpfungsverfahren

Gefördert durch: FESR-EFRE Cohesion Italy 21-27 Alto Adige Südtirol, Co-funded by the European Union

Projektdauer: 01.2024 – 12.2026

Budget: € 928.688,32

Ziel des Projekts

Eines der Forschungsziele des Versuchszentrums Laimburg ist die nachhaltige Bekämpfung von Schadinsekten in der Landwirtschaft und die Identifizierung von Methoden zur Reduzierung des Einsatzes von synthetischen Insektiziden und deren Beschränkung auf das absolut Notwendige, was sich positiv auf die Bevölkerung, die Umwelt und die Wirtschaft auswirkt.
Ziel des INSTINCT-Projekts ist es, die Ausbreitung und Populationsdynamik von Schadinsekten durch die Entwicklung neuer, speziell konstruierter Fallen zu verstehen. Die Fallen ermöglichen es, die Lebenszyklen der Schädlinge zu studieren sowie das Vorhandensein und die Ausbreitung auf dem Feld in Echtzeit zu überprüfen und zu sehen, wie sie mit der Umgebung interagieren, auch dank der Integration von meteorologischen Daten. Diese Informationen werden nützlich sein, um Strategien zur Eindämmung der Schadinsekten zu entwickeln und diese gezielt einzusetzen.
Im Einzelnen handelt es sich um den Apfelwickler (Cydia pomonella) und die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii), die unter anderem Kirschen und Trauben der Sorte Vernatsch befällt. Diese Insekten verursachen in Südtirol jedes Jahr Schäden in den Obstanlagen, die zu wirtschaftlichen Einbußen führen.

Vorgangsweise

Die Fallen werden die Insekten mit Hilfe von Lockstoffen fangen, die im Rahmen eines anderen Projekts des Versuchszentrums Laimburg und der Freien Universität Bozen (Projekt DROMYTAL) entwickelt wurden. Die Insekten werden dort von speziellen Sensoren erfasst. Die künstliche Intelligenz wird im Laufe des Projekts darauf trainiert, die zwei Zielinsekten zu erkennen und so die Häufigkeit der erfolgreichen Gefangennahme zu erfassen. Gleichzeitig mit dem Einfangen der Insekten werden Umweltsensoren meteorologische Daten wie Strahlung, Feuchtigkeit und Lufttemperatur erfassen. Dies ermöglicht es, die Fangdaten besser zu interpretieren und anschließend phänologische Entwicklungsmodelle zu entwickeln, um den optimalen Eingriffszeitpunkt für die Eindämmung zu bestimmen. Außerdem wird die Möglichkeit untersucht, hyperspektrale Bildanalysen zu nutzen, um anhand spezifischer Frequenzen die vom Schadinsekt D. suzukii befallenen Früchte zu bestimmen und eine genauere und rechtzeitige Überwachung des Befallbeginns zu erkennen.

Erwartete Ergebnisse

Entwicklung eines neuen digitalen und nachhaltigen Schädlingsbekämpfungssystems:

  • Einsatz von neuen Sensoren und Lockstoffen, die aus früheren Forschungsarbeiten stammen, um automatische Überwachungssysteme für zwei schädliche Insekten der Südtiroler Landwirtschaft zu schaffen: Drosophila suzukii und Cydia pomonella.
  • Echtzeit-Überwachung des Auftretens dieser Schädlinge in Obstanlagen, um den günstigsten Zeitpunkt für Eindämmungsmaßnahmen zu bestimmen und so den Einsatz synthetischer Insektizide zu reduzieren.
  • Als Grundlage für eine künftige Bekämpfungsstrategie dienen, indem verschiedene Technologien (wie spezifische Sensoren, künstliche Intelligenz, IoT, Simulationen usw.) in ein einziges Schädlingsbekämpfungssystem integriert werden, das in Zukunft auf andere Schädlinge ausgeweitet werden kann.

Lead Partner – Versuchszentrum Laimburg

Versuchszentrum Laimburg

Koordinatorin:
Silvia Schmidt
Leiterin der Arbeitsgruppe „Biologische Pflanzenschutzmethoden“ des Versuchszentrums Laimburg
E-Mail: Silvia.schmidt@laimburg.it

Partner

Eurac research

Kontaktperson:
Roberto Monsorno
E-Mail: roberto.monsorno@eurac.edu

Logo unibz

Kontaktperson:
Sergio Angeli
E-Mail: Sergio.Angeli@unibz.it

Gruppo FOS, soluzioni ad alta tecnologia

Kontaktperson:
Giovanni Giannotta
E-Mail: Giovanni.Giannotta@fos.it

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